Europäische Patientenakademie

Welche Rolle spielen nationale Plattformen und wie arbeiten sie zusammen?

Zum Abschluss der EUPATI Konferenz 2016 in Brüssel gab es eine Podiumsdiskussion zur Rolle und der Zusammenarbeit der nationalen Plattformen. Inzwischen gibt es 18 EUPATI Länderplattformen, die in unterschiedlicher Art und Weise, meist jedoch als unabhängige Vereine arbeiten und organisiert sind.

Derick Mitchell von der irischen Plattform IPPOSI erläuterte dazu: «Die Graduates und Fellows mit ihrem breiten Wissen sollten in nächster Zeit noch enger zusammengebracht werden, um die weiteren Schritte einzuleiten. Das ist die große Herausforderung.»

Die deutsche Vertreterin Christina Claussen von Pfizer Deutschland lobte die gute Zusammenarbeit in Deutschland. Sie findet es nicht unbedingt nötig, alle Länderplattformen zu vernetzen. Wichtiger sei eine enge Kooperation mit den Anspruchsgruppen in jedem Land. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit könnten dann wiederum im ganzen EUPATI Netzwerk geteilt werden, so dass alle davon profitieren. Hier liege der Fokus für EUPATI Deutschland in der Zusammenarbeit mit den anderen deutschsprachigen Ländern Österreich und Schweiz.

Die Vertreterinnen aus Portugal und Rumänien schätzen die Lage ähnlich ein. Jedes Land habe zwar ähnliche Startschwierigkeiten. Es sei eine harte Arbeit, sich immer wieder neu einzubringen und mit seinen Anliegen überhaupt wahrgenommen zu werden. Trotzdem sei ein einheitliches Vorgehen unmöglich, da in jedem Land eine andere Ausgangslage bestehe und es auch kulturelle Unterschiede gebe.